Andrea Maihofer: „Wandel oder Stillstand? Geschlechterverhältnisse in der Arbeitswelt“

Podcast
Innsbrucker Gender Lectures
  • IGL-Maihofer_final
    99:56

Das könnte Sie auch interessieren

audio
1 Std. 45:38 Min.
Gabriele Michalitsch: "Männliche Härte: Neoliberalismus, Rechtsextremismus und Geschlecht"
audio
59:43 Min.
Im Gespräch mit Unternehmen
audio
50:00 Min.
Mir isst es Recht - Starkmachen für Soziale Rechte
audio
1 Std. 15:05 Min.
83. Innsbrucker Gender Lecture mit Mona Mota­kef: „Queering the family?“ Elternschaft und Familie jenseits von Heteronormativität und Zweigeschlechtlichkeit
audio
1 Std. 42:46 Min.
Encarnación Gutiérrez Rodriguez: "Decolonizing Feminization" - Über Kolonialität, Migration und Prekarität

Zweifellos verändern sich die Geschlechterverhältnisse in der Arbeitswelt. Das zeigt sich unter anderem an der steigenden Erwerbstätigkeit von Frauen und ihrer wachsenden Präsenz in höheren Funktionen. Zugleich reproduziert sich die geschlechtsspezifische Segregation des Arbeitsmarktes mit ihren vielfältigen Formen von Geschlechterungleichheiten und Ausschlüssen. Welche individuellen und strukturellen Mechanismen führen dazu? Die Entwicklungen der Geschlechterverhältnisse in der Arbeitswelt hängen ganz zentral von den Veränderungen und Persistenzen in den Lebensentwürfen ab und vice versa. Es macht wenig Sinn,
allein die Arbeitswelt zu betrachten, um die dortigen Entwicklungen zu verstehen. Im Gegenteil, es braucht einen Blick auf die (geplanten) Lebensarrangements.
Diese selbst wiederum sind nicht nur als individuelle, sondern auch als strukturelle Aspekte zu verstehen. Je individueller die Entscheidungen werden, umso abhängiger werden sie von der Existenz gesellschaftlicher Institutionen und Strukturen. Zugleich verunmöglichen die neoliberale Anforderung der Eigenverantwortung und das damit verbundene Verständnis freier Entscheidung zunehmend, die wachsende Abhängigkeit von der Veränderung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen als Bedingung der Verwirklichung der eigenen Lebensentscheidungen als gesellschaftliche Verantwortung einzufordern. Anders ausgedrückt:
Im Kontext neoliberaler Transformationsprozesse haben ‚wir‘ es vermehrt mit einem rein formalen Verständnis von Gleichheit und Freiheit zu tun.

Schreibe einen Kommentar